Strassenansicht mit versteckter Garage
Strassenansicht mit versteckter Garage

1/27 Einfamilienhaus in Jenbach | 3D Visualisierung  Passivhaus Klasse A | Massivbau | Keller | Wärmepumpe 245 m² Wohnfläche | 995 m² Grund | mittlerer Hang ⓒ Melis + Melis Architekturbüro

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Zufahrt und überdachter Eingangsbereich
Zufahrt und überdachter Eingangsbereich

2/27 Einfamilienhaus in Jenbach | 3D Visualisierung  Passivhaus Klasse A | Massivbau | Keller | Wärmepumpe 245 m² Wohnfläche | 995 m² Grund | mittlerer Hang ⓒ Melis + Melis Architekturbüro

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Überdachte Terrasse beim Schlafzimmer
Überdachte Terrasse beim Schlafzimmer

27/27 Einfamilienhaus in Jenbach | 3D Visualisierung  Passivhaus Klasse A | Massivbau | Keller | Wärmepumpe 245 m² Wohnfläche | 995 m² Grund | mittlerer Hang ⓒ Melis + Melis Architekturbüro

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Strassenansicht mit versteckter Garage
Strassenansicht mit versteckter Garage

1/27 Einfamilienhaus in Jenbach | 3D Visualisierung  Passivhaus Klasse A | Massivbau | Keller | Wärmepumpe 245 m² Wohnfläche | 995 m² Grund | mittlerer Hang ⓒ Melis + Melis Architekturbüro

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Haus im Inntal | 3D
ⓒ Melis + Melis | Architekturbüro

245 m² Wohnfläche  |  995 m² Grund  |  mittlerer Hang  |  Passivhaus  |  Massivbau  |  Wärmepumpe  |  2022

Die richtige Größe

 

„Wir haben auf eurer Homepage gesehen, dass ihr auch Wohncoaching macht und würden eine Beratung brauchen," sagte die Dame am Telefon. „Wir überlegen, unser altes Haus umzubauen und barrierefrei zu gestalten." Also fuhr Jürgen hin, um sich ein Bild vom Objekt, den örtlichen Gegebenheiten und Änderungswünschen zu machen. Schon sehr bald stellte sich heraus, dass der geplante Umbau mit Lift und zusätzlicher Garage auf dem kleinen Grundstück nicht, beziehungsweise nur mit sehr großen Kompromissen und erheblichem finanziellen Einsatz, realisierbar wäre.   

 

Die Villa

„Wenn dies das alte Haus ist, wo wohnt ihr denn jetzt?" fragte Jürgen am Ende des Gesprächs. Für uns ist es immer interessant zu sehen, wie Menschen wohnen, was Ihnen gefällt und was sie gerne anders hätten. Die private Immobilie gibt uns oft einen guten Einblick in die persönliche Wohnkultur der Leute und ermöglicht dadurch eine kompetentere Beratung. Dieses Mal waren wir absolut überrascht, als wir durch eine riesige, moderne Villa in bester Lage geführt wurden. Etwas perplex fragten wir, wieso sie das kleine Haus aus den Neunzigern umbauen möchten?

„Es ist schön hier, aber einfach zu groß für zwei," war die klare Antwort. „Das alte Haus war ein richtiges Zuhause, das neue ist architektonisch wunderbar. Wir hätten gerne ein Haus, dass beides hat."

 

Neubau statt Umbau

„Es ist schön hier, aber einfach zu groß für zwei," war die klare Antwort. „Das alte Haus war ein richtiges Zuhause, das neue ist architektonisch wunderbar. Wir hätten gerne ein Haus, dass beides hat." Wenn es nicht möglich sei, das alte Haus entsprechend umzubauen, würden sie gerne ein neues Haus bauen. Diesmal in der richtigen Größe – frei nach dem alten Sprichwort: erst beim dritten Mal weiß man, wie man sein Haus richtig baut. 

Der erste Entwurf

Bereits während der Vorgespräche waren uns die teilweise unterschiedlichen Vorstellungen und Prioritäten der beiden Eheleute aufgefallen. Wir baten sie deshalb, getrennt von einander ein Raumprogramm zu erstellen, um Gemeinsames auszuloten und Widersprüche auszudiskutieren. Der Konsens aller Wünsche und Anforderungen war ein äußerst großzügiger Bungalow, der allerdings wegen der Hanglage teilweise unterkellert werden musste, wodurch das Haus nochmals größer wurde. Dazu kam im Laufe der Entwurfsarbeiten der Wunsch nach einem zusätzlichen Wellnessbereich im Dachgeschoß, wegen der tollen Aussicht. 

 

Zu groß geplant

Schon beim Zeichnen beschlich uns ab und zu der Gedanke „cooles Haus, aber man braucht unbedingt eine Putzfrau, wenn man dort wohnt." Bei der Präsentation dachte sich die Bauherrin offenbar genau das Gleiche. Obwohl wir das Haus genau nach den Vorgaben geplant hatten, entsprach es überhaupt nicht ihrem eigentlichen Wunsch nach einem kleinen, gemütlichen und pflegeleichten Haus für den Lebensabend. Wir einigten uns auf eine Planungspause. Als wir uns einige Wochen später wieder trafen, schlugen wir vor, das Haus noch mal komplett von Grund auf neu zu entwerfen – unter Berücksichtigung ihrer Wünsche, aber ansonsten mit völlig freier Hand. 

 

Ein Haus mit Wohlfühlfaktor

Wir reduzierten zuallererst die Wohnfläche auf ein großzügiges und zugleich vernünftiges Maß. Die Räume gliedern sich kompakt auf drei Ebenen, die durch einen Aufzug behindertengerecht verbunden sind: ein barrierefreies Erdgeschoß, das statisch notwendige Untergeschoß und das Dachgeschoß mit dem schönen Ausblick.

Im Erdgeschoß befinden sich Garage und Schuppen, der Eingangsbereich mit Schmutzschleuse und Garderobe,  eine große Küche mit Ess- und Wohnbereich und ein separates Zimmer mit Bad, das als Büro, Gästezimmer und Lesezimmer dient. Theoretisch könnte man auch nur diese Ebene bewohnen. Im Untergeschoß sind der private Bereich mit Schlafzimmer, Badezimmer und Ankleide, sowie diverse Nebenräume angeordnet. Im obersten Geschoß befinden sich das luxuriöse Wohnzimmer und der Wellnessbereich. Auf jeder Ebene und zu jeder Himmelsrichtung sind Terrassen und überdachte Außenbereiche vorgelagert. So hat man jede Menge Möglichkeiten, es sich irgendwo im Haus oder draußen gemütlich zu machen.